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Aktueller Artname

Pyrrhula pyrrhula (Linnaeus, 1758)                         

Gimpel, Dompfaff  

Pyrrhula pyrrhula, Männchen, Foto Naturmuseum Kant. Mittelschule Uri
Pyrrhula pyrrhula, Jungvogel, Foto Martina Wüthrich

Artname bei Karl Franz Lusser

Loxia pyrrhula                                                                   

Gimpel, Bollenpiker               

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Text von Karl Franz Lusser

Der Gimpel ist zu allen Jahreszeiten vom Tal bis in die Alpenwaldungen und bis nach Ursern allgemein verbreitet. Im Winter und Frühling zieht er in kleinen Gesellschaften im Tal herum. Da er zuweilen durch Abbeissen der noch nicht entwickelten Blütenknospen an Kirsch- und Pflaumenbäumen einigen Schaden verursacht, ist er unlängst unter die Zahl der schädlichen Vögel aufgenommen worden, für deren Köpfe die hiesige Regierung einen angemessenen Preis bezahlt. Im Winter 1855 beobachtete ich auf den Vogelbeerbäumen vor meiner Haustür mehrere Tage lang 12 bis 13 Gimpel, mehr Männchen als Weibchen. Sie verliessen die Bäume erst, als keine Beeren mehr übrigblieben.

Kommentar aus heutiger Sicht

Der Gimpel ist ein Waldbewohner, welcher in der kalten Jahreszeit auch in Ortschaften anzutreffen ist. So fotografierten Urs Wüthrich im März 1994 ein Männchen und Martina Wüthrich im Mai 2025 einen Jungvogel in einem Garten in Bürglen. Wie die Schweizerische Vogelwarte Sempach schreibt, hat die Zahl der winterlichen Siedlungsgäste möglicherweise wegen der milderen, schneeärmeren Winter abgenommen.