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Cerambyx cerdo Linnaeus, 1758

Grosser Eichenbock

Cerambyx cerdo, Grosser Eichenbock, Foto Naturkundemuseum KMSU
Cerambyx scopolii, Kleiner Eichenbock, Foto Urs Wüthrich

Artname bei Karl Franz Lusser

Cerambix heros

Holzbok

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Text von Karl Franz Lusser

Kommentar aus heutiger Sicht

Der Grosse Eichenbock wird heute auch Grosser Spiessbock oder Heldbock genannt. Das schwarze Insekt ist mit rund 5 cm Körperlänge einer der grössten einheimischen Käfer. Beim Männchen werden die ausladenden Fühler fast doppelt so lang wie sein Körper. Er benötigt alte oder kranke Stieleichen, ausnahmsweise auch Trauben- oder Roteichen in sonnigen Lagen. Bei beschatteten Bäumen hält er sich möglichst im höheren und sonnenbeschienenen Stammbereich auf. Die Art ist in Mitteleuropa sehr selten geworden und gilt gemäss Roter Liste auch in der Schweiz als vom Aussterben bedroht. Relativ häufige Nachweise findet man in den Kantonen Genf, Wallis, Tessin und Jura. Für die Zentralschweiz sind keine aktuellen Fundangaben zu finden, doch im Naturkundemuseum der Kantonalen Mittelschule Uri gibt es noch historische Präparate von ihm. Hingegen sind vom Kleinen Eichenbock, auch Kleiner Spiessbock oder Buchenbock (Cerambyx scopolii) neuere Urner Beobachtungen vorhanden. Diesen Käfer erwähnt Lusser jedoch nicht. Vielleicht hat er die beiden Arten verwechselt.