Aktueller Artname
Diaphora mendica (Clerck, 1759)
Graubär


Artname bei Karl Franz Lusser
Phalaena mendica
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Text von Karl Franz Lusser
Habe ich gefunden, jedoch nur einzelne.
Kommentar aus heutiger Sicht
Der Graubär oder Graue Fleckleibbär weist einen deutlichen Unterschied zwischen den graubraunen Männchen und weissen Weibchen auf. Vor allem im Tessin gibt es jedoch auch unter den Männchen etliche schneeweisse, sowie auch hellbraune Formen. Das schlichte Aussehen (lat. mendica = Bettlerin) dürfte ihm seinen Namen gegeben haben. Seine Raupen sind nicht sehr wählerisch. Man kann sie an Kräutern wie Labkraut oder Wegerich aber auch an Hochstauden wie Himbeeren, Holunder oder Weissdorn finden. Trotzdem gibt es nur äusserst wenige Funde in der Zentralschweiz. Die Art ist ziemlich wärmeliebend. Das derzeit einzige bekannte Urner Belegexemplar, ein Weibchen, stammt aus dem Jahr 1906, angeblich aus Erstfeld. Es kann also ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass dieses eigentlich sehr flugträge Weibchen mit der Eisenbahn aus dem Tessin eingeschleppt worden ist. Erstfeld war damals eine wichtige Eisenbahnstation der Gotthardbahn, und der Sammler Trudbert Locher war beruflich Lokführer! Es wurde früher angenommen, dass ein mendica-Beleg auch aus der Region des Sustenpasses vorliegt. Dieses Exemplar trägt jedoch die Fundetikette „Susten“. Es könnte sich dabei um die Ortschaft Susten im Wallis handeln, wo diese Art problemlos heimisch ist! Im Naturkundemuseum der Kant. Mittelschule Uri wird ein Präparat aus dem Jahr 1922 aus Regensberg aufbewahrt.
