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32. Sciurus vulgaris das gemeine Eichhorn, das Aeffchen unsrer Wälder, ist bey
uns vom Thal bis in die Alpenwaldungen hinan
sehr gemein, besonders sind die schwarzen in
unsern grosen Tannenwaldungen sehr häuffig.
rothe kommen vorzüglich da vor, wo viele Föhren
wachsen,
dunkelbraune scheinen mir am häufigsten
bes mit grauen Haarspitzen.
Dies scheint mir eine weise Anordnung
der ewigen Vorsehung zu seÿn, weil, wenn die
Farbe des Balges der Rinde der Bäume,
auf welchen sich das Eichhorn haubtsächlich
aufhaltet, sehr ehnlich ist, selbes von Feinden
umso weniger bemerkt wird, und der Gefahr
um so leichter entgeht.
33. Lepus timidus der gemeine Haase ist in Urÿ
sehr selten, nur in der einzigen mit Nidwal-
den zusamenhängenden Gemeinde Seelisberg
wird er zuweilen angetroffen, allwo ein Alphaase fehlt
Einzelne braune Berghasen trifft man doch auch selten anderweitig.
ich selbst sties auf eine grosse rothbraune im Grunwald[1]
34. Lepus variabilis der verenderliche Haase, auch
Alpenhase. Er bewohnt nicht blos die Felsen-
region vom Holzwuchs, bis hinauf zum ewigen
Schnee, sondern auch, und zwar ganz vor-
züglich die Alpenwälder, und steigt in
einsammen Thälern ziemlich tief hinab, so
z.B. in der Gosalp in Isithal,
im Schächenthal auf Aesch und im Brunnithal bis zum Baade[2]
35. Lepus cuniculus das Kaninchen, Kingeli, ist durch
Cultur nun fast einheimisch geworden, und
würde sich leicht im Freyen fortpflanzen.
36. Cavia cobaya[3] auch dies niedliche Thierchen
ist zum Hausthier geworden, indem es nicht selten
von Kindern gehalten, und gepflegt wird. ‒
dies würde die freye Luft nicht ertragen, nicht einheimisch werden,
gehoert nicht hieher, sondern kann allenfals
am Schlus als Hausthier bemerkt werden.
37. Sus scrofa domesticus[4] wird häuffig als Haus-
thier gezogen, und hier meist von rothbrauner Farbe.auch ganz schwarze, weisse und geflekte nur selten
Die Landrasse ist gröser, die Bündnerraçe mit durchzogenem Spek
kleiner struppiger.
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II. Ordnung Nager, Rasores.
1. Genus Arctomys Schr: Murmulthier
a. A. marmotta Schr /:31:/
2. Genus Myoxus Schr. Schlafmaus
a. M: glis Schr. Sieben :/25/
b. M: nitella Schr /:26:/
c. M: muscardinus Schr :/27:/
3. Genus Mus L. Maus
a. M: rattus L. /:28:/ Ratzmaus
b. M: musculus L. /:29:/
c. M: sylvaticus L. /:30:/
4. Genus Hypudaeus Illig Feldmaus
a. H: terrestris Schinz Cuv. Wiesenmaus
glaube selbe um Altdorf auf Wiesen gefunden zu haben
b. H: arvalis Br: Feldmaus
Sowohl in den Allmändgärten bey Altdorf als bis
auf die höchsten Berge selbst auf dem Gotthard
in Ursern sollen nach H. Nagers Bericht die Kinder
deren Wurzelmagazine aufsuchen und essen
5. Genus Sciurus L
a. Sciurus vulgaris L Eichhorn
6. Genus Lepus L
a. Lepus timidus L /:33:/ gem. Haase
b. Lep. variabilis Pall. Alpenhaase /:34:/
c. Lep. cuniculus L /:35:/
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[1] Grunwald – südlich Eggberge, oberhalb Waldi, Bürglen (Dufour – Karte von 1875)
[2] Baade ‒ Bad: Flurname in der Gemeinde Unterschächen. Früher befand sich hier ein Bad mit schwefelhaltigem Wasser
[3] Cavia cobaya ‒ Meerschweinchen
[4] Sus scrofa domesticus ‒ Hausschwein
