Kategorie: Transkription

  • Seite 369, Transkription

    369. Die Fische des Urnerlands 9 Gener: 33 Spec. Ein Land das einen grossen See nebst vielenkleinern Berg Seen, und einen nicht unbe-deutenden Flus nebst einer Menge Bächein sich verschliest, mus auch eine ziemlicheAnzahl Fische aufweisen koennen. Daaber hier die Fischerey nicht mit aller noethigenUmsicht und KunstFertigkeit betrieben wird,und ich mich mit diesem Zweige der…

  • Seite 368, Transkription

    368. nach einer Regennacht, seltener fand ich sieauch tieffer im Thal zum Beispiel in Bürglenauf feuchtem Moos der Gassmauer bey Loreto-capelle. etc.[?] siehe unten ≠ 18   Triton palustris   Sumpfmolch in den Sumpfenund Sumpfgraben von Seedorf. 19   Triton punctatus   fleckiger Molch ebenda und in Teichen. 20   Triton palmatus   dinnschwänziger Molch in Teichenund feuchten sumpfigen von Bäumen…

  • Seite 367, Transkription

    367. 12.  Hyla arborea   gemeine Laubfrosch, auf Bäu-men nicht selten, von wo sie so oft durch ihrelaute Stimme Wetterenderungen verkündet DenWinter über erstarren sie im Schlamme verborgenwie alle andern Froeschen. Am Saum der Buchwäldchenbey der Platte in Fluhlen hat mann oft ganze Choere. 13.  Bufo cinereus   gemeine Kroette gar nicht selten, undoft von bedeutender Groese.…

  • Seite 366, Transkription

    366.  5    Anguis fragilis   die gemeine Blindschleicheist auch hier wie in ganz Europa gemein. Sie überw. 20-30 in einem selbstgegrabenen 30-35ʹʹ langen Stollen  6.   Coluber natrix   die Ringelnatter Waldschlange. Siekomt ziemlich häuffig um Altdorf vor besondersim Bannwald, und zwar oft von mehrern FusLänge. Sie ist aber voellig unschuldig, und gefahr-los, ja durch Verminderung der Mäuse…

  • Seite 365, Transkription

    365. Die Amphibien des Urnerlandes 10 Gen: 20 Spec: 1832.  1.   Testudo græca   Die gemeine LandschildkroetteSchon über hundert Jahre lebt eine in demvon Mauren umschlossenen Gut des HerrnRathsherr Lusser in Altdorf, die sich jedochnur selten sehen läst, früher war einPaar daselbst. Seit circa 20 Jahren wirdjedoch nur eine gesehen, auch diese wurdebey drey Jahren nicht…

  • Originaltexte von Lusser

    Diese zoologischen Aufzeichnungen sind ein Teil von Karl Franz Lussers handschriftlichem Gesamtwerk über den Kanton Uri und umfassen die Seiten 316 bis 402. Die Originale befinden sich im Staatsarchiv Uri in Altdorf. Die Texte wurden von Elisabeth Haider-Eigel transkribiert

  • Seite 323, Transkription

    323. 43.  Bos taurus   der Hausochse. Kühe werden in Urÿ sehrhäuffig gezogen, indem das Gelände ganz für die Vieh-zucht geeignet ist, und der Vieh-, und Käsehandelexakt die ergiebigsten Erwerbszweige des Urners sind.In den untern Gegenden des Reusthales wird diemittlere Race gezogen, die meisten von castanien-brauner Farbe – im obern Reusthal, und Ursernaber die kleinere Race…

  • Seite 321, Transkription

                                                                      321. 32.  Sciurus vulgaris   das gemeine Eichhorn, das Aeffchen unsrer Wälder, ist beyuns vom Thal bis in die Alpenwaldungen hinansehr gemein, besonders sind die schwarzen inunsern grosen Tannenwaldungen sehr häuffig.rothe kommen vorzüglich da vor, wo viele Föhrenwachsen,dunkelbraune scheinen mir am häufigstenbes mit grauen Haarspitzen.Dies scheint mir eine weise Anordnungder ewigen Vorsehung zu seÿn, weil,…

  • Seite 322, Transkription

    322. 38. Equus caballus   das Pferd wird in Ury ziehmlichhäuffig gezogen, und Handel nach Italien damitgetrieben. Die Race, die mann hier zieht,ist ziemlich gros, und durchgehens von hellbrau-ner Farbe, viel heller an Farbe, und an Gliedernviel feiner, als die Pferdrace der benachbahrtenCantone Bern, Aargau, Solothurn etc. obgleichin der äussern Bildung dieser ehnlich. 39.  Equus asinus…

  • Seite 320, Transkription

    320. Holzwuchs nahe an einem Gletscher liegend an.Auch von tollen Fuchsen weis man hier nichts. Tollheit scheintden Bewohnern der Ebenen anzugehören. 21.  Felis lynx   der Luchs. Dieser entsezliche Räuberist zwar zum Glük für die Schafe sehr selten, docherscheint er zuweilen in unseren Bergen. Nochdiesen Sommer glaubt mann Spuren von einem zuhaben, und vor einigen Jahren…